Regenerative Injection Therapy
Geschichte
In
den 40er
Jahren des letzten Jahrhunderts beobachtete der amerikanische Arzt Dr. Hackett,
dass viele Fälle von in das Bein ausstrahlenden Schmerzen auf Störungen im
Kreuzdarmbeingelenk zurückzuführen sind. Er behandelte sie osteopathisch, aber
die Schmerzen kamen wieder. Er erkannte, dass hinter der wiederkehrenden
Problematik in den meisten Fällen eine Instabilität dieses Gelenkes steckte. Der
richtige Weg, dieser Instabilität entgegen zu wirken und damit die Ursache bei
der Wurzel zu packen, schien ihm, die Bandstrukturen des Gelenkes zu
stabilisieren. Gleichzeitig wusste er, dass gut platzierte Injektionen diesen
Bandstrukturen neue Stabilität verleihen konnten; die Idee von der
Proliferationstherapie war geboren.
Hacketts erstes zusammenfassendes Buch erschien im Jahre 1954. Anfänglich nannte er seine Methode „Sklerotherapie“, was so viel bedeutet wie Verhärtungstherapie. Als aber in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen werden konnte, dass durch das Injektionsverfahren der Körper stimuliert wird, nicht altes Gewebe zu verhärten, sondern neues zu bilden, benannte er sie in Proliferationstherapie (proliferare = neu bilden) um. Das Therapieverfahren erlebte in den 60er Jahren eine Blütezeit, das Interesse ebbte aber wieder ab. Aber seit Ende der 80er Jahre erzielte dieses Verfahren einen absoluten Durchbruch, zumindest in den USA. Dort sind zwischenzeitlich sicher über 1 Million Menschen erfolgreich mit Proliferationstherapie behandelt worden. |